Archiv des Autors:

Nicht nur Wunsch, sondern Anspruch

Vom einzigen König und dem Herz der Zelttage
(zur Predigt von Dirk Evert im „ER sucht Sie“ – Gottesdienst am 26. 3. 17)

Liebender König. Oder: Wenn es Gott gibt
und er lädt mich ein und ich gehe nicht hin
.
Wenn es wahr ist
dass Gott als König regiert
ist es respektlos.
Wenn es wahr ist
dass Gott allmächtig ist und ewig
ist es unklug.
Wenn es wahr ist
dass Gott alles geschaffen hat
Himmel und Erde, auch mich
ist es undankbar.
Wenn es wahr ist
dass Gott die Schlüssel des Himmels und der Hölle in seiner Hand hält
ist es leichtfertig.
Wenn es wahr ist
dass Gott gütig ist und mich beschenken will
ist es hochmütig.
Wenn es wahr ist
dass Gott mich so sehr liebt
dass er am Kreuz für mich gestorben ist
ist es –
Wenn es Gott gibt und er liebt mich unermesslich und er lädt mich ein und ich gehe nicht hin,
dann hat er das nicht verdient.
(SN)

(Urheber leider unbekannt)

Gut zu wissen

Wissen Sie, wohin es geht?

Mein Zuhause (Bärbel Pauly)

Wenn ich nach Hause komme in den Himmel, wie groß die Freude sein wird! Denn an diesem Tag werde ich endlich meinen auferstandenen Herrn sehen. Es gibt kein größeres Glück als Ihn von Angesicht zu Angesicht zu sehen, die Liebe in Seinen Augen zu sehen und seine innige Umarmung zu spüren. Durch nichts, was ich getan hätte, habe ich mir dieses vollkommene Zuhause verdient. Es ist mir einfach geschenkt aus reiner Gnade, weil Jesus mich liebt. Warum also sollten irdische Sorgen mich durch ihre Last zu Boden ziehen? Sie werden nichts als eine ferne Erinnerung sein, wenn ich dereinst nach Hause gehe.

Herz-Check

Was, wenn wir das Richtige tun aus schrägen Motiven?
Was, wenn wir vor lauter Tun den aus dem Blick verlieren, für den wir aktiv sind?
Was, wenn uns die Ergebnisse wichtiger sind als die Einheit?
Was, wenn wir nach dem besten Platz an der Tafel schielen und die Schüssel
für die Fußwaschung den anderen überlassen?
Was, wenn wir die Gabe mehr lieben als den Geber?
Was, wenn wir unser Herz betrachten und feststellen, dass es lau geworden ist und
– ganz leise und unbemerkt –
aufgehört hat zu brennen?
Was dann?

(Am vergangenen Wochenende war eine kleine Gruppe im Kloster Nütschau, um für die Zelttage zu beten. Dies sind die Bibelstellen, die sie von dort mitgebracht hat:  Offenbarung 3, 14-22 und  Jesaja 58)

Und Ihr Herz?

Eine Maus lebte in beständiger Angst und Sorge vor der Katze. Eine gute Fee hatte Mitleid mit der Maus und verwandelte sie in eine Katze. Da hatte sie Angst vor dem Hund. Als die Fee sie in einen Hund verwandelt hatte, hatte sie Angst vor dem Panther, da verwandelte die Fee sie in einen Panther. Aber als Panther fürchtete sie sich vor dem Jäger. Da verwandelte die Fee sie zurück in eine Maus. „Es tut mir sehr Leid,“ sagte die Fee, „aber ich kann Dir nicht helfen. Du hast das Herz einer Maus.“

Einen kenne ich, der kann auch Herzen heilen:

Gott spricht: Ich schenke euch ein neues Herz und lege einen neuen Geist in euch.
(Hesekiel 36, 26)

Jahreslosung 2017: Hesekiel 36, 26 (Annamarié Prey)

Darum

Haben Sie sich das auch schon einmal gefragt, warum Gott das eigentlich getan hat? Warum Er Mensch geworden ist und aus Seiner himmlischen Herrlichkeit herabgekommen ist auf unsere Erde?
Einer indischen Erzählung nach beschäftigte genau diese Frage einst auch einen mächtigen Herrscher. „Ich verstehe das nicht,“ sagte er. „Wenn ich als König einen Befehl gebe, so weiß ich, dass mein Wille geschieht. Warum nur sollte der allmächtige Gott, um uns aus Schuld und Tod zu retten, sich selber zu den Menschen herabbemühen?“ Einer seiner Minister, ein gläubiger Mann, ließ daraufhin eine Puppe anfertigen, die dem kleinen Sohn des Herrschers zum Verwechseln ähnlich sah. Als der König eines Tages mit einem Boot eine Ausfahrt auf einem See machte, ließ der Minister diese Puppe in einiger Entfernung aus einem anderen Boot in den See werfen. Ohne auch nur eine Sekunde zu zögern, sprang der König ins Wasser, um sein vermeintliches Kind zu retten. „Warum habt Ihr das getan?“ fragte der Minister später den König. „Ihr hättet doch nur einem Eurer Diener befehlen müssen, Euer Kind zu retten.“ „Es war das Herz des Vaters,“ antwortete der König. „Es war das Herz des Vaters, das so handeln musste.“

Alles neu

Die Heiligen Drei Könige (SN)

Was ich heute aus der Predigt von Pastor Appel zu Matthäus 2, 1-12  „Die Weisen aus dem Morgenland“ gelernt habe:

Von allem Anfang an hat Gott sich von Menschen finden lassen, die ihn mit Sehnsucht im Herzen gesucht haben. (Die drei Weisen waren einem Stern gefolgt.)
Er hat sich von Fremden aus anderen Nationen finden lassen. (Die drei Weisen kamen aus dem Morgenland.)
Er hat sich von Menschen finden lassen, die auf ihrer bisherigen Suche auf Irrwegen unterwegs waren. (Die drei Weisen waren Magier, Astrologen, sozusagen moderne Esoteriker.)

Das nenne ich eine tröstliche Botschaft für jeden einzelnen von uns heute. Eine Botschaft, die nicht besser passen könnte am Anfang eines Jahres, in dem wir die Zelttage „ER sucht Sie!“ feiern werden und über dem die hoffnungsvolle Losung steht:

Gott spricht: Ich schenke euch ein neues Herz
und lege einen neuen Geist in euch.
(Hesekiel 36, 26: Jahreslosung 2017)