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Die Wahrheit, Teil 2

Der Herr ist auferstanden.
Er ist wahrhaftig auferstanden.

1 Am ersten Tag der Woche gingen die Frauen mit den wohlriechenden Salben, die sie zubereitet hatten, in aller Frühe zum Grab. 2 Da sahen sie, dass der Stein vom Grab weggewälzt war; 3 sie gingen hinein, aber den Leichnam Jesu, des Herrn, fanden sie nicht. 4 Und es geschah, während sie darüber ratlos waren, siehe, da traten zwei Männer in leuchtenden Gewändern zu ihnen. 5 Die Frauen erschraken und blickten zu Boden. Die Männer aber sagten zu ihnen: Was sucht ihr den Lebenden bei den Toten? 6 Er ist nicht hier, sondern er ist auferstanden. Erinnert euch an das, was er euch gesagt hat, als er noch in Galiläa war: 7 Der Menschensohn muss in die Hände sündiger Menschen ausgeliefert und gekreuzigt werden und am dritten Tag auferstehen. 8 Da erinnerten sie sich an seine Worte. 9 Und sie kehrten vom Grab zurück und berichteten das alles den Elf und allen Übrigen. 10 Es waren Maria von Magdala, Johanna und Maria, die Mutter des Jakobus, und die übrigen Frauen mit ihnen. Sie erzählten es den Aposteln. 11 Doch die Apostel hielten diese Reden für Geschwätz und glaubten ihnen nicht. 12 Petrus aber stand auf und lief zum Grab. Er beugte sich vor, sah aber nur die Leinenbinden. Dann ging er nach Hause, voll Verwunderung über das, was geschehen war. (Lukas 24)

 

Die Wahrheit, Teil 1

Nach einem Kalenderblatt:

„Wir haben die Szene vor Augen, berstend mit überwältigenden Gefühlen: Hass, Verachtung und Spott aus einer aufgeheizten Menschenmenge; alles einem Mann entgegengeschleudert, der zwischen zwei Verbrechern am Kreuz hängt. Der Richter hatte wiederholt seine Unschuld betont und die Menge dadurch nur noch mehr aufgebracht. Schließlich hatte er ihrer ohrenbetäubenden Forderung „Kreuzige ihn!“ nachgegeben und ihn zum Tod verurteilt.
Nun hing er also am Kreuz: abgeurteilt, gefoltert, verraten, verleugnet.
Ein kurzes Leben ging zu Ende.“

Ein kurzes Leben ging zu Ende, nicht wahr?

 

 

NEU heit

(Text aus Max Lucado: Minuten für die Ewigkeit)

Wenn die Welt auf den Kopf gestellt wird, wie normal sind wir?

Osterwahrheit

Ostergarten mit leerem Grab von Anja Elsholz im Schaufenster des besonderen Rhener Schuhgeschäfts Himmlisch Unterwegs:

„Wenn das leere Grab nicht gewesen wäre, wäre christlicher Glaube sinnlos.
Also lasst uns das leere Grab feiern, denn Der HERR IST WAHRHAFTIG AUFERSTANDEN!“

Finder-Lohn

Der leere Stuhl

Es war einmal ein alter Mann, der war schon lange krank und konnte sein Bett nicht mehr verlassen. Eines Tages bat er seinen Sohn, den Pastor zu rufen.

„Hören Sie“, sagte er zum Pastor, „mein ganzes Leben lang konnte ich nicht glauben, dass es einen Gott gibt. Aber nun da ich alt bin, da wünschte ich manchmal, ich könnte an Gott glauben.“

„Das verstehe ich“, antwortete der Pastor. „Ich glaube, dass wir alle diese Sehnsucht im Herzen haben, diese Sehnsucht nach Gott. Offen gesagt glaube ich, dass Gott selber sie in uns hineingelegt hat, als er uns erschuf, damit wir ihn suchen und finden.“

„Aber wie kann man denn Gott finden?“, fragte der alte Mann.

„Ich denke, ein Weg besteht darin, Gott zu sagen, dass man ihn finden möchte, und ihn um Hilfe dabei zu bitten. Also beten wäre eine Möglichkeit, ihn zu finden.“

„Aber ich weiß doch gar nicht, wie das geht!“, rief der alte Mann.

„O, beten ist ganz leicht!“, lachte der Pastor. „Soll ich Ihnen verraten, wie ich liebend gerne bete? Ich stelle einen leeren Stuhl zu mir hin und dann stelle ich mir vor, dass Jesus darauf sitzt. Und dann spreche ich mit ihm genauso, wie wir beide gerade sprechen oder wie ich mit einem guten Freund sprechen würde. Ich sage ihm einfach alles, was ich auf meinem Herzen habe und was mich beschäftigt.“

So unterhielten sich die beiden Männer etwa eine Stunde lang; und als der alte Mann müde wurde, verabschiedete sich der Pastor. Eine ganze Weile lang hörte er nichts mehr von dem alten Mann.

Dann, eines Tages, klingelte das Telefon. Es war der Sohn des alten Mannes. Er sagte:

„Es tut mir sehr leid, Ihnen mitzuteilen, dass mein Vater verstorben ist.
Aber ich wollte Ihnen gerne noch etwas anderes erzählen: Nach Ihrem Besuch bestand mein Vater darauf, dass ein leerer Stuhl neben seinem Bett stehen sollte. Niemand durfte diesen Stuhl wegtragen. Und dann, an dem Tag an dem er starb, passierte etwas Seltsames: Obwohl mein Vater völlig geschwächt war, muss er sich irgendwie noch einmal in seinem Bett aufgerichtet haben. Denn wissen Sie, als ich ihn fand, da ruhte sein Kopf ganz friedlich auf diesem Stuhl.“

(frei nach einer Geschichte von Brennan Manning)

Und Jesus sprach zu ihm:
Wahrlich, ich sage dir: Heute wirst du mit mir im Paradies sein.

(Lukas 23, 43)

Ins Oster-Licht

Täglich auferstehen aus dem Grab der Hartherzigkeit.
Täglich auferstehen aus dem Grab der Kämpfe.
Täglich auferstehen aus dem Grab der Kleingläubigkeit.
In Deiner Kraft, Du wahrhaftig Auferstandener.

Denn für Gott ist nichts unmöglich.
(Lukas 1, 37)

Anschaulich

Zeige mir deinen Gott, sagst du.
Und ich zeige dir das Kreuz.

 

Gottes Liebe (Bernard Bahr, Ostern 2008)

Gottes Liebe (Bernard Bahr)

Warum der Gründonnerstag

….. Gründonnerstag heißt und warum es eine gute Entscheidung sein könnte, sich zur
Gründonnerstag-Nachtwache  (am 24.3.2016 ab 18 Uhr) einladen zu lassen –
ein Beitrag von Hans-Jürgen Caspar:

Christi Opfertod und der Gründonnerstag
Wie wohl alle anderen Religionen ist auch die christliche nicht in allen Einzelheiten leicht zugänglich. Es gibt in ihr genügend Geheimnisvolles, das allein mit dem Verstand nicht zu begreifen ist.
Trotzdem hänge ich an ihr, und es freut mich, dass es mir aus einem bestimmten Anlass heraus vergönnt war, einen Teil der christlichen Botschaft noch besser zu verstehen als vorher.
Diesen Anlass bildete am Gründonnerstag eine sehr gut besuchte Nachtwache in unserer St.-Petrus-Gemeinde, die abends begann und am Karfreitagmorgen endete. Inhaltlich bezog sie sich auf die Berichte in der Bibel über den Aufenthalt Jesu im Garten von Gethsemaneh (Matth. 26,36-46; Mark. 14,32-42, Luk. 22,39-46) mit einigen seiner Jünger. Während Jesus in großer Einsamkeit und Verzweiflung etwas abseits für sich betete, schliefen sie, obwohl er sie mehrfach aufgefordert hatte, wach zu bleiben. Bei unserer Veranstaltung bestand die Möglichkeit, symbolisch das nachzuholen, was sie versäumten.
Zwischen Bibellesungen und Gebeten entstanden immer wieder lange Pausen der Stille, und so konnte man sich in die Bedeutung des Ostergeschehens vertiefen, wie es sonst mit dieser Intensität und Ausdauer nur selten geschieht. Dabei dachte ich unter anderem an folgendes: Weiterlesen