Sehen

 

(Weitere Gemälde von Elke Frommhold unter www.prayer-painting.de)

 

Gründonnerstag

Schon mal wie Petrus im Dunkeln gestanden?
Verwirrt, verzweifelt, hoffnungslos
drinnen der Messias geschlagen gebunden
alles ein ganz großer Irrtum und die Zukunft schwarz.
Schon mal die schiere Angst erlebt
die sich stetig vor die Verheißung schiebt
und Verrat ins Herz raunt: Ich kenne ihn nicht.

In der Welt habt ihr Angst, hatte Jesus gesagt,
aber ich habe die Welt überwunden.

Wenn schon, denn schon.

(Zu Lynn Austin: Oasenzeiten, Kapitel 7: Die Karwoche)

Palmsonntag heute

Dabei sein am Palmsonntag
bekennende Anhänger Jesu
voller Freude und Begeisterung Jesus zujubeln mit Liedern wie mit Palmzweigen
unsere Bitten und Gebete, unser ganzes Leben Jesus zu Füßen legen wie Mäntel
unsere Hoffnung allein auf Jesus setzen
den Retter, den Heiland und Erlöser, den allmächtigen Herrscher und König.

Aber was, wenn er unsere Erwartungen nicht erfüllt
unsere Hoffnungen enttäuscht
unserem Bild nicht entspricht.
Was, wenn der Messias als Opferlamm kommt.
Kreuzigen wir ihn dann auch?

(Zu Lynn Austin: Oasenzeiten, Kapitel 7: Die Karwoche)

Leise

Alles was lange währt, ist leise, lese ich auf der Postkarte.
Seines Friedens wird kein Ende sein, lese ich in der Bibel.
Tatsächlich: Nicht mit Lärm und Getöse
sondern in Stiller Nacht
beinahe unbemerkt
sanftmütiger Friedefürst.
Also nicht nur im Sturm suchen
lauschend in der Stille warten
bis der sichere Frieden kommt
so leise.

Zeit

Dieselben Hände, die die Galaxien in den Himmel gesetzt haben,
wischten auch die Tränen der Witwe und des Aussätzigen ab.°

Und es ist genau dieser Gott, der mit jeder und jedem einzelnen von uns
in dieses weitere geschenkte Jahr geht.

Ich blicke zum Himmel und sehe, was deine Hände geschaffen haben;
den Mond und die Sterne – allen hast du ihre Bahn vorgezeichnet.
(Psalm 8, 4)

 

°Max Lucado: Minuten für die Ewigkeit, 28. Dezember

24.12.

Und dann, wenn die Gans gegessen ist,
die Geschenke ausgepackt, der Besuch gegangen,
die Kinder im Bett, und der Geschirrspüler leise summt:

Wenigstens einen Moment über das Wunder wundern,
dass dieses ärmliche Baby in dem schäbigen Stall
die Welt retten wird,
Erbarmer, Heiland, Erlöser von uns allen Menschen,
der unsere Schuld und den Tod besiegt,
strahlender Herrscher in Macht in alle Ewigkeit.

Während der Geschirrspüler summt,
einen Moment still werden und anbeten
in dieser heiligen, heiligen Nacht.

Wege und Geschwindigkeiten

Wohin gehen wir in dieser Vorweihnachtszeit,
immer hektischer vielleicht, am Ende erschöpft?
In den Keller, die Weihnachtsdekoration holen;
in den Garten, die Lichterketten aufhängen;
durchs Haus, aufräumen und dekorieren;
in die Geschäfte, Geschenke kaufen;
auf den Weihnachtsmarkt;
zum Friseur;
Weihnachtsbaum kaufen;
neuen Ständer im Baumarkt kaufen;
noch mehr Geschenke kaufen;
Vorräte und Getränke kaufen;
letzte Geschenke kaufen;
noch mehr Vorräte kaufen;
allerletzte Geschenke kaufen;
Gans abholen;
schnell noch das allerallerletzte Geschenk kaufen.
Wohin gehen wir nur in dieser Vorweihnachtszeit,
immer hektischer vielleicht, am Ende erschöpft?

Drei folgten einem Stern,
erwartungsfroh, die Schritte verlangsamend –
stelle ich mir vor – als sie sich dem Stall nähern,
vielleicht innehaltend in der Tür beim Anblick des Kindes,
ehe sie anbetend auf ihre Knie gehen an diesem heiligen Ort.
Welches Gold haben wir für den Gottessohn?