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Heute noch

Es ist schon viele Jahre her, aber noch immer erinnere ich mich an eine Geschichte, die jemand zur Weihnachtszeit im Hauskreis vorlas von einer Frau, an deren Tür es eines Nachts heftig klopfte. Als sie die Tür widerwillig einen Spalt weit öffnete, standen dort Hirten. Aufgeregt berichteten sie ihr von einem Neugeborenen in einem Stall nicht weit entfernt und baten sie dringlich mitzukommen. Es war eine kalte Winternacht, die Frau hatte gerade zu Bett gehen wollen, und so schickte sie die Hirten fort, versprach aber am nächsten Tag nach dem Kind zu sehen. Es dauerte nicht lange, da klopften die Hirten wieder laut an ihre Türe und baten die Frau noch einmal inständig, mit ihnen zum Kind zu kommen. Die Frau gab ihnen etwas Brot und Wasser und vertröstete sie erneut auf den nächsten Tag. Später in der Nacht standen noch einmal andere Hirten vor ihrer Tür, dann erst konnte sie in Ruhe schlafen.
Am nächsten Tag stand die Frau auf und machte sich fertig. Sie packte einen Korb mit nützlichen und schönen Dingen und machte sich wie versprochen auf den Weg zum Kind. Als sie am Stall ankam, war die Familie bereits weitergezogen. Der Stall war leer.

Und wieder liegt ein ganzes Jahr neu vor uns. Auch wenn wir Menschen es manchmal vergessen, unsere Zeit auf Erden ist begrenzt. Es gibt ein Zuspät. Darum:

Heute, wenn ihr seine Stimme hört, so verstockt eure Herzen nicht.
Today, if you hear his voice, do not harden your hearts.
(Psalm 95, 7f)

Gerettet

Gerettet (SN)

Gerettet (SN)

Es waren nicht die Nägel
die Jesus am Kreuz hielten
am Karfreitag
sondern die Liebe.
Dieselbe Liebe
die Ihn nicht in der himmlischen Herrlichkeit hielt
an Weihnachten
sondern Ihn herabkommen ließ
in unsere Menschenwelt.
Ein kleines Kind
mit der größten aller Botschaften:
Gott liebt die Menschen.
Nun wird alles gut:
Unser Retter und Heiland ist hier.
(SN)

Heute ist euch in der Stadt Davids der Retter geboren.
Er ist der Messias, der Herr.
(Lukas 2, 11)

Advent

Advent (SN)

Advent (SN)

Christus ist das Ebenbild des unsichtbaren Gottes. […..] Denn Gott wollte mit seiner ganzen Fülle in ihm wohnen, um durch ihn alles zu versöhnen. Alles im Himmel und auf Erden wollte er zu Christus führen, der Frieden gestiftet hat am Kreuz durch sein Blut.
(Kolosser 1, 15 + 19-20)

Vaterliebe

Der verlorene Sohn (Roseliese Böttcher)

Der verlorene Sohn (Beitrag von Roseliese Böttcher zum „Und noch größer“ – Projekt)

Als der Sohn beschloss, nach Hause zu gehen
weil er keinen anderen Ausweg wusste
hatte der Vater – wie lange eigentlich schon – an der Tür gestanden
Sehnsucht im Herzen
und Ausschau gehalten nach seinem Kind.
War er unruhig gewesen
hatte sein Herz gebrannt
an jenem Tag, als er den Sohn am Horizont erkannte
auf die eigene Würde pfiff und lief
einfach nur lief
ganz Vater
ganz Liebe
immer nur dem Kind entgegen
bis er den Sohn
ENDLICH
in seinen Armen hielt.
Erfüllte Sehnsucht
Freude unermesslich
was für ein Fest
im neuen Gewand
der Ring war die ganze Zeit
Dein.
SN (nach Lukas 15, 11-24)

hin-wenden

„Hat ihn einfach im Gefängnis sterben lassen. Anderen hat er ja angeblich geholfen; Johannes dem Täufer nicht. Aber wen wundert’s; passt doch ins Bild: In einem Stall (!) geboren und am Ende mit den anderen Verbrechern hingerichtet als gerechte Strafe. Zeitlebens hat er sich rumgetrieben mit Kriminellen und Prostituierten. Wunder will er getan haben, dieser Betrüger; Heilungen und so.
Hören Sie mir bloß auf, oder haben Sie schon mal eines erlebt? Aber sich einbilden, er könnte Sünden vergeben und er wäre der „Sohn Gottes“, schon klar. Haben Sie mal nachgelesen, was er alles so gesagt hat? „Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben“ und solche Sachen?
Kein Wunder haben sich die Leute von ihm abgewandt! Nicht therapierbar, nenne ich das.
Und er hat das Ganze ja auch wirklich durchgezogen bis zum Schluss, das zumindest muss man
ihm lassen. Wobei – das Beste von allem ist doch das mit der Auferstehung. Auferstehung!
Ich bitte Sie: Wer glaubt denn so was???“

„Ich kann das einfach nicht begreifen: Warum hat Jesus Johannes nicht geholfen? Und warum greift er heute nicht ein? Schauen Sie sich unsere Welt doch an! Warum macht Gott nicht kurzen Prozess und beendet endlich all das Leid und stoppt all das Böse? Ich meine, er sieht doch, was aus seiner Schöpfung geworden ist, oder? Und er könnte doch helfen, nicht wahr? Sonst wäre er ja nicht allmächtig, und das ist er doch, oder? Oder meinen Sie, er will gar nicht helfen? Das darf ich gar nicht denken, dann wäre er ja nicht gut. Oder aber – wir sind ihm gleichgültig? Das wäre furchtbar! Dann wäre das mit seiner Liebe eine Lüge!
Ich meine, ich würde ja gerne glauben, und eigentlich glaube ich ja auch, aber vielleicht lege ich meinen Glauben besser erst mal eine Weile auf Eis, bis ich wieder klarer sehe. Ich meine, ich kriege das einfach nicht in meinen Kopf, da tut ein bisschen Abstand sicher gut.“
(SN)

Matthäus 11, 6:
Selig ist, wer sich nicht an mir ärgert. (Luther-Übersetzung)
Selig ist, wer an mir keinen Anstoß nimmt. (Einheitsübersetzung)
Freuen darf sich, wer nicht an mir irrewird. (Gute Nachricht)
Glücklich ist der zu nennen, der sich nicht von mir abwendet.
(Neue evangelistische Übersetzung)

Und was geht Ihnen durch Herz und Sinn, wenn Sie Monika Backofs
Predigt „Hast Du mich überhaupt noch lieb“ (23.10.2016) hören?