Wie bei Pfingsten ist auch das Wissen über das Wesen und Wirken des Heiligen Geistes in der breiten Öffentlichkeit gering. Für viele, hörte ich einmal in einer Predigt, sei er so etwas wie eine Mischung aus Mattglasscheibe und Nebelwand. Bei eventuellen Gesprächen mit manchen von ihnen über dieses Thema mag die folgende Zusammenstellung eine kleine Hilfe sein.
Gleich zweimal begegnet uns der Heilige Geist im apostolischen Glaubensbekenntnis. (Dieses Bekenntnis ist eines von mehreren, die im Laufe der Zeit entstanden.)
In der der Bibel fehlt meistens das Attribut „Heilig“. Fast immer ist dort vom Geist Gottes die Rede, oft auch einfach nur vom Geist. Ganz am Anfang, bei der Schöpfung, lesen wir: „… und der Geist Gottes schwebte über dem Wasser.“ (1.Mose1 V. 2)
Jesus wurde von der Jungfrau Maria durch den Heiligen Geist „empfangen“, und dieser war auch bei Jesu Taufe am Jordan zugegen. In Gestalt einer Taube kam er vom Himmel herab (Matthäus3 V.16). Deshalb sieht man sie des öfteren als Symbol für den Heiligen Geist in und an Kirchen, wie zum Beispiel hier:



Das Nolde-Bild hing 2008 in der Babylon-Ausstellung des Berliner Pergamon-Museums im Bereich des Turmbaus zu Babel. Der Zusammenhang mit Pfingsten ergibt sich dadurch, daß das in der Apostelgeschichte beschriebene „Sprachenwunder“ häufig als das Ende der von Gott bewirkten babylonischen Sprachverwirrung angesehen wird.


